Das Blog der Zuckertante

Feines für Diabetiker!

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Tresiba – die 3. – bei extrem labilem Typ1

IMG_1038[1]Die nächste Tresiba-Erfolgsstory: Da gibt’s eine ganz schlanke, kluge, sportliche 70jährige – sie hat mit 61 Jahren!!! einen Typ 1 Diabetes bekommen, Insulin-AK, GAD-Ak positiv, ganz klar Typ 1, von Anfang an insulinpflichtig.

Eine feine Überraschung war das damals, knapp nach der Pensionierung, statt der geplanten langen Reise hieß es Insulintherapie und BE lernen… UND sie ist von Anfang an labil… Weiterlesen…

Studie beweist: Insulinpumpe auch für Typ 2 Diabetiker gut!

Mann mit Feldstecher

insulinpumpeFein! Jetzt sagts auch eine Studie: eine Insulinpumpe  für Typ 2 Diabetiker: das _kann_ auch eine sehr sehr gute Lösung sein. Für die, die schon

intensiviert Insulin spritzen – also Basalinsulin getrennt vom Mahlzeiten- und Korrekturinsulin. Das freut mich – ich kenne einige „Typ 2er“, die ihre Pumep NIE mehr hergeben würden:

Typ 2 Diabetiker mit Pumpe

Ein ganz ein Großer:

der so große stattliche Mann, fast 2 m groß, weit über 100 kg, nicht „blad“, sondern sehr kräftig – seit er die Insulinpumpe hat, braucht er tatsächlich nur mehr ein Drittel Insulin

die 63jährige quirlige „Oma“:

sie hatte als erstes in der Pension die intensivierte Insulintherapie gelernt, kam damit gut zurecht, hatte sich auf eine ruhigere Zeit gefreut. Und dann gings plötzlich drunter und drüber: beide Töchter wurde fast gleichzeitig Alleinerzieherinnen, beide in fordernden anstrengenden Jobs – „Oma“ sprang ein, natürlich.

Ab sofort war sie an manchen Tagen bei 2 lebhaften Kleinkindern, die gehoben und versorgt und bespielt werden wollten , und dann wieder bei 2 Fast-Teenagers, wo die Aufgabe darin bestand, sie zu füttern und hin und wieder hintern Bildschirm oder Tablet hervorzulocken.

Also ganz unterschiedliche körperliche – und psychische! – Anforderungen – schwierig, auch mit der intensivierten Therapie.

Da kam die Pumpe genau richtig: bei den kleinen Kindern schraubt sie einfach Basalrate und BE-Faktoren um 30% runter – funktioniert bestens!

die Pfleghelferin mit Nachtdiensten

in einem Pflegeheim: fast 60 Klienten in der Nacht betreuen, gemeinsam mit einer Krankenschwester: das weiß man nie, was einen erwartet, wie viel man laufen, heben muss und wie „spanmend“ der Dienst wird.

der Gemüsebauer

mit mal sehr schwerer, mal eher wenig Arbeit am Feld und im Glashaus

für sie alle ist die Pumpe schon lange DAS Insulin-Abgabe-System geworden, da sie nicht mehr missen möchten.

Steuer auf Zucker und Fett?

Cola-Glas

Anmerkung 24.4.2018:
4 Jahre ist das her! Dieses Thema wird gerade wieder diskutiert. Geändert hat sich bis jetzt in Deutschland und Österreich nichts. In England hat eine höhere Steuer auf Zucker die Hersteller von süßen Getränken dazu bewogen, den Zuckergehalt deutlich zu reduzieren. 

Die deutsche Ärztezeitung berichtet heute dass die Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG und Diabetes.de eine Steuer auf Zucker und Fett im Essen fordern.

Ich finde das nicht gut

Wahrscheinlich wäre das ja eine „Prozent -Steurer“. Das würde heißen, dass gerade billige Fette NICHT fühlbar teurer werden, wohl aber hochwertige Fette wie zum Beispiel gute Öle. Und die Steuer kann wohl kaum so hoch ausfallen, dass sei einen merkbaren Einfluss hat auf das, was Leute so einkaufen…
Nein, so das ist KEINE gute Idee!

Contour Next USB

Contour next

Jetzt gibt’s den Contour Next auch in Österreich: Den kleinen Zuckermesser, der als USB-Stick daherkommt. Er wird auch über eine USB-Anschluss aufgeladen. Und er funktioniert mit den Contour Next BZ-Teststreifen, die ja schon länger am Markt sind und die von allen Krankenkassen bezahlt werden. Hier ein par erste Bilder:

Contour NEXT Einstellung der Grenzwerte

Grenzwerte für nüchtern/vor der Essen/nach dem Essen einstellen

Contour NExT USB Aufforderugn Blut auftragen

jetzt will er Blut sehen…

Contour NEXT USB Anzeige Ergebnis

99 – warum bin ich so hungrig? (ich bin keine Diabetikerin)

Contour NEXT USB mit Nadeln und Streifen

die bunten Nadeln find ich nett

Contour NEXT USB im Tascherl

alles beisammen – wie immer in einem schwarzen Tascherl

Contoru NEXT USB mit Kabel

Das Kabel ist auch noch dabei

Der Contour USB bringt auch ein Auswertungs-Programm mit, das schau ich mir an, wenn ich erst einige Daten auf dem Stick habe – ich werde in den nächsten Tagen einige Diabetiker bitten, mit dem Contour NEXT USB einen BZ-Test zu machen, das gibt sicher eine schön chaotische Kurve und dann schauen wir, was die Software dazu sagt.

Frau Doktor, Ihre Meinung???

grüner Blatt

so der Betreff eines Mails heute.Darunter der Screenshot einer Homepage, in der für ein neues pflanzliches Produkt geworben wird, das den erhöhten Blutzucker senken soll.  Wieder eine neue Pflanze gegen Diabetes! Diesmal aus der ayurvedischen Medizin. Die Pflanze Gymna (Foto aus www.apimanu.com) gymna_apimanu

 

Kann Gymna den Zucker senken?

Warum man das nicht beantworten kann

Es wird auf nur eine „Studie“ verweisen, bei der nicht angegeben wird, ob und wo sie in einem Fachjournal veröffentlicht wurde.

Eine wertlose „Studie“ – und wie man so etwas erkennt

In dieser „Studie“ steht, dass 100 Patienten daran teilnahmen – aber nur 65 haben die Studie beendet! Alle anderen haben vorzeitig abgebrochen. Das ist schon einmal KEIN gutes Ergebnis, wenn 1/3 der Patienten nicht einmal das Medikament bis zum Ende der Studie nimmt. Die verbliebenen Patienten hatten im Durchschnitt einen leichten Rückgang des HbA1c, von 8,8 auf 8,2%.

Was ich nun davon halte? Nun, eigentlich kann ich diese Frage nicht beantworten. Von ayurvedischer Medizin verstehe ich nichts, das ist ein ganz anderes Denk-Gebäude als unsere europäische Medizin.

Ich will keineswegs behaupten, dass es außerhalb der europäischen Medizin keine Medikamente oder Pflanzenpräparate gibt, die wirken. Das halte ich für durchaus möglich. Aber wir westlichen Mediziner möchten halt Beweise sehen, dass etwas wirkt.

So werden Studien richtig gemacht:

Und das genau so streng und so exakt wie bei westlichen Medikamenten: wir brauchen, um sicher zu sein, große Studien, bei denen eine große Anzahl Patienten das Medikament bekommt, mit einer ebenso großen Vergleichsgruppe, die nur ein Schein-Medikament bekommt.

Dabei ist es üblich, dass weder der Patient noch der Arzt wissen, ob in den Kapseln, die ein bestimmter Patient bekommt, nun das Medikament drin ist oder nicht.
Wenn dann von allen Patienten Labor-Daten vorliegen, dann kann man klar sagen “ wirkt “ oder „wirkt nicht“.

Ganz wichtig: eine Kontrollgruppe!“

In der auf der Homepage zitierten Studie steht auch, dass es eben keine  Kontrollgruppe gab – alle Patienten in der „Studie“ haben das echte Medikament bekommen.

„Ich bin in einer Studie“ – das wirkt von ganz alleine

Wir wissen sehr gut, dass alleine die Tatsache, dass man an einer Studie teilnimmt, mit all der erhöhten Aufmerksamkeit der Ärzte, den besonders engmaschigen Terminen, der ganzen „Extra-Betreuung “ die eine Studie mit sich bringt- dass alleine dadurch sich das HbA1c immer leicht verbessert, auch bei jenen Patienten, die nur das Schein-Medikament bekommen. Dieser „Studieneffekt“ ist bestens bekannt – genau deshalb muss ein neues Medikament ja auch in einer Studie MIT Kontrollgruppe zeigen, dass es deutlich besser wirkt als das Scheinmedikament.

Ausprobieren? Ja, aber kritisch

Ich kann daher bei dieser Frage nur sagen “ ICH weiß es nicht“ – und meiner Patientin raten, es bei Interesse durchaus auszuprobieren, dabei aber kritisch zu sein.  Vielleicht vorerst eine HbA1c-Kontrolle im Labor machen, dann das Medikament 3 Monate lang nehmen, sonst nichts an der Diabetes-Therapie und an Lebenswandel ändern, und  wieder ein HbA1c machen – nachsehen, ob es gewirkt hat.

In den letzten 20 Jahren (so lang beschäftige ich mich schon mit Diabetes -HUCH!) gabs immer wieder einmal Pflanzenpräparate, denen eine günstige Wirkung auf den Blutzucker nachgesagt wurde. Fermentierte Heidelbeeren, die Charantea, die Bittergurke…So richtig hat sich keins durchsetzen könne, warum auch immer …