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Update zum 1. April: Bären machen Winterschlaf – und da haben sie Diabetes!

schlafender Bär

grizzlySchon 2014 ist mir eine Studie zum Winterschlaf der Bären aufgefallen. Die bauen „im Schlaf“ nämlich rasant Fett ab, und Insulin-Resistenz spielt dabei eine große Rolle.  Heuer am 1. April hat das Deutsche Ärzteblatt einen ganz lieben klugen  Aprilscherz gemacht, basierend auf genau dieser Studie zum Winterschlaf der Bären, ich hab so gelacht:

Winterschlaf zur Gewichtsabnahme

Hach, wenns nur so einfach wäre! Gegen Winterschlaf hätt ich auch nicht viel einzuwenden….

Und hier mein Artikel von 2014:

Bären fressen sich vor ihrem Winterschlaf eine dicke Speckschichte an. Da läuft ihr Stoffwechsel noch ganz normal. Wenn sie im Winterschlaf sind, müssen sie das Fett abbauen, sie müssen sozusagen davon leben. Nun ist es aber eine Aufgabe von Insulin, den Fett-Abbau in den Fett-Zellen zu verhindern.

Blöde Sache, wenn man genau diesen Fett-Abbau braucht zum Überleben.

Der Stoffwechsel der Bären macht etwas Geniales:

Im Winter wird der Bären-Körper unempfindlich auf Insulin. Insulin im Blut ist zwar da wie immer, aber es kann an den Zellen nicht so gut wirken – und daher kann es auch nicht den Fett-Abbau bremsen. Und so verlieren Bären im Winter rasant schnell ihr Fett und beeiehen daraus die Energie, die sie brauchen um zu überleben. Forscher haben nun in einer Studie rausgefunden, wie das genau funktioniert: da gibt es im Winter einen speziellen Eiweiß-Stoff im Blut der Bären, der das Insulin dran hindert, an den Fettzellen anzugreifen. Genial. Denn somit kann eben der Fettabbau so gut und so schnell funktionieren. Diesen Stoff hätte ich auch gerne, denn das würde das Abnehmen viel leichter machen – vielleicht sollte ich auch Winterschlaf halten?

Insulin, das auf Blutzucker reagiert…

bunte Kette
wie ein Uhrwerkkk

wie ein Uhrwerk

klingt verrückt? Naja. Hier die deutsche Meldung vom Februar 2015 dazu. Forscher am MIT, dem „Massachusets Intitut of Technology“, einer der führenden technischen Universtitäten weltweit, haben es entwickelt: ein Insulin-Molekül, das auf Schwankungen des BLutzuckers „reagiert“, konkreter: das dann aktiviert wird, wenn der Blutzucker-Spiegel steigt. Faszinierend. Natürlich noch Grundlagen-Forschung, weit weg noch von einer Anwendung am Menschen, aber… so ziemlich das Spannendste was ich in letzter Zeit gelesen habe!

Frau Doktor, Ihre Meinung???

grüner Blatt

so der Betreff eines Mails heute.

Darunter der Screenshot einer Homepage, in der für ein neues pflanzliches Produkt geworben wird, das den erhöhten Blutzucker senken soll. Diesmal aus der ayurvedischen Medizin. Die Pflanze Gymna (Foto aus www.apimanu.com) gymna_apimanu

 

Kann Gymna den Zucker senken?

Warum man das nicht beantworten kann

Es wird auf nur eine „Studie“ verweisen, bei der nicht angegeben wird, ob und wo sie in einem Fachjournal veröffentlicht wurde.

Eine wertlose „Studie“ – und wie man so etwas erkennt

In dieser „Studie“ steht, dass 100 Patienten daran teilnahmen – aber nur 65 haben die Studie beendet! Alle anderen haben vorzeitig abgebrochen. Das ist schon einmal KEIN gutes Ergebnis, wenn 1/3 der Patienten nicht einmal das Medikament bis zum Ende der Studie nimmt. Die verbliebenen Patienten hatten im Durchschnitt einen leichten Rückgang des HbA1c, von 8,8 auf 8,2%.

Was ich nun davon halte? Nun, eigentlich kann ich diese Frage nicht beantworten. Von ayurvedischer Medizin verstehe ich nichts, das ist ein ganz anderes Denk-Gebäude als unsere europäische Medizin.

Ich will keineswegs behaupten, dass es außerhalb der europäischen Medizin keine Medikamente oder Pflanzenpräparate gibt, die wirken. Das halte ich für durchaus möglich. Aber wir westlichen Mediziner möchten halt Beweise sehen, dass etwas wirkt.  Weiterlesen…