Feines für Diabetiker!

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Libre für Typ 2 Diabetiker!

FreeStyle Libre

14 Tage lang den Zucker beobachten – das wär doch was…?

Die Zuckertante bekommt täglich Anfragen, ob es denn nicht auch möglich wäre, den Libre für Typ 2 Diabetiker zu verwenden, sich mit dem Libre genau anzusehen, was der Zucker so macht, –  tagein, tagaus  – und auch in der Nacht. Und ja, das wär bestimmt sinnvoll und spannend und motivierend…

Zucker-Verläufe genau beobachten

Die Zuckertante wünscht sich auch öfters, die Zucker-Verläufe genau sehen zu können. Um so eine Diabetes-Einstellung gut beurteilen zu können. Und um selbst zu sehen, wie sich der Blutzucker bei verschiedenen Diabetikern verhält.  Die Zuckertante ist fasziniert von der neuen Technologie und sehr sehr neugierig!

Da hat die Zuckertante nun ein Angebot: wir haben einige Libre Lesegeräte und Sensoren angeschafft und können es so JEDEM möglich machen, den Libre „auszuleihen“, ihn also 14 Tage lang zu tragen! Damit ist „Libre für Typ 2“ möglich geworden!

2 Wochen,

– in denen Sie so oft Sie mögen, Ihren Zucker „scannen“ können ohne sich in den Finger zu stechen
– in denen Sie das Ansteigen und Fallen Ihres Blutzuckers genau beobachten können
– in denen Sie selbst sofort, in „real time“ sehen, wie sich verschiedenes Essen, Bewegung, Stress… auf Ihren Zucker auswirken
– in denen Sie vielleicht neue Medikamente ausprobieren, neue Insuline testen können

Sie bekommen in der Privat-Ordination der Zuckertante den Libre-Sensor am Arm gesetzt, und die Zuckertante zeigt Ihnen ganz genau, wie das Lesegerät funktioniert.

2 Wochen für Ihre Diabetes-Einstellung

Sie nehmen das Lesegerät mit nach Hause und können durch 2 Wochen Ihren Blutzucker genau beobachten. Dann kommen Sie wieder zur Zuckertante, bringen das Legegerät mit und geben es der Zuckertante zurück. Wir entfernen den Sensor. Die Zuckertante überträgt alle Ihre Daten auf ihren Computer, und Sie bekommen einen Ausdruck mit den Werten der vollen zwei Wochen mit nach hause.

Danach die Einstellung anpassen

Und dazu natürlich ein Gespräch mit der Zuckertante über Ihre Diabetes-Einstellung, darüber, was Sie durch das Tragen des Sensors an neuen Erkenntnissen gewonnen haben. Was klappt gut, wo gibt es Probleme? Wie sind Ihre Zuckerwerte in der Nacht, wenn Sie schlafen? Wir sehen dann auch, ob Ihre Zucker-Einstellung so passt, oder ob man etwas ändern sollte – die Zuckertante berät Sie gerne.

Libre für Typ 2 sehe ich nicht als Dauer-Lösung sondern so wie hier erklärt als eine kurze, aber intensive Zeit, in der Sie sich mehr als sonst mit Ihrem Diabetes beschäftigen.

Auswertung als Video

Die Zuckertante weiß, dass man manchmal ein wenig Zeit braucht, um all die Informationen gut zu verarbeiten. Und dass man sich nicht alles merken kann, was in einem Gespräch gesagt wurde. Deshalb: Ungefähr eine Woche später bekommen Sie noch ein Mail mit einer ganz genauen Auswertung Ihrer Daten. In Form eines Videos, in dem die Zuckertante die Kurven aus Ihrem Libre im Detail bespricht.

Die Erfahrung  zeigt:

so ist der FreeStyle Libre für Typ 2 Diabetiker sinnvoll und oft der Start zu einer besseren Diabetes-Einstellung!

Interessiert? Sie möchten sich das ansehen?

Bitte schreiben Sie ein Mail an frage@zuckertante.at. Die Zuckertante schickt Ihnen dann einen Link, der Sie zu so einer Video-Auswertung von Libre-Daten führt. Damit Sie sich vorab ansehen können, wie das in etwas aussieht.

Termine für die Libre-Aktion gibt es immer am Dienstag Nachmittag/Abend, in der Privatordination der Zuckertante in Wien Hietzing, 1130 Wien. Die Termine für „ 2 Wochen Libre“ bitte NUR persönlich mit der Zuckertante vereinbaren, damit auch wirklich ein Gerät für Sie vorhanden ist, wenn Sie kommen.

(Wenn Sie sich alleine den Libre kaufen möchten, ist das bei Abbott auch möglich, ein Sensor kostet ca 60.- EU, das Lesegerät auch 60 .- EU)

Kosten:

für 2 Termine im Abstand von 2 Wochen in der Privatordination der Zuckertante, 1 Libre Sensor, Libre-Lesegerät leihweise, Besprechung Ihrer Zuckerwerte, Vorschlag zur Verbesserung Ihrer Diabetes-Einstellung, Ausdruck aller Daten zum Mitnehmen, und Video-Auswertung Ihrer Daten; EU 190.-
Mail:frage@zuckertante.at   Die Zuckertante freut sich auf Sie!

Warum den Sensor, den FreeStyle Libre, ausprobieren?

FreeStyle Libre

Liebe Zuckertante
Meine Ärztin will mir unbedingt dieses Ding einreden, das man am Oberarm trägt, den Sensor, den FreeStyle Libre ausprobieren soll ich. Ich weiß nicht… ist das nicht schrecklich unbequem? Was soll das bringen? Ich messe meinen Blutzucker 8 – 10-mal täglich, und das hat mich noch nie so besonders gestört. Klar, manchmal ist es lästig, manchmal vergesse ich, aber das wär doch mit diesem Sensor auch nicht anders? Mein Einstellung ist übrigens ganz gut, HbA1c so zwischen 7 und 8. Wozu also das Ganze? Was meinen Sie?

Liebe Frau S!

Solche Anfragen bekomme ich in letzter Zeit fast jeden Tag. Viele Diabetiker haben schon davon gehört, dass es ein „neues“ System zum Messen des Zuckers gibt. Dabei ist das Prinzip, WIE gemessen wird, gar nicht neu, nur wird das Messen des Gewebezuckers nun für viele Leute möglich, für die es bis jetzt nicht erhältlich war.

Sensoren, die im Gewebe den Blutzucker messen, die gibt es schon länger, vor allem in Verbindung mit Insulinpumpen.

FreeStyle Libre

Was Sie meinen, dürfte allerdings der „Libre“ sein. Ein Gerät, das den Zuckergehalt im Gewebe misst, also „zwischen den Zellen“. Er ist ganz was Eigenes, unterscheidet sich von den Sensoren, die Insulinpumpen-Träger verwenden – und er unterscheidet sich ganz wesentlich von herkömmlichen Zucker-Messgeräten.

Sensor und Lesegerät

Libre mit SensorDer Libre besteht aus 2 Teilen: der kleine Sensor, der am Arm getragen wird. Und das Lesegerät, mit dem man „scannt“. Das heisst, man hält das Lesegerät kurz in die Nähe des Sensors, es piepst leise – und zeigt schon den aktuellen Zuckerwert an. Hier sehen Sie den Sensor und das Lesegerät. Es sieht aus wie in kleines Handy.

Unterschied zu herkömmlichen Zucker-Messgeräten:

Der Libre misst eben nicht den BLUT-Zucker. Sondern den Zuckergehalt des Bindegewebes, also wie viel Zucker im wässrigen Raum zwischen den Organen und Zellen herumschwimmt.

Aber trotzdem „passt“ doch der Gewebezucker zum Blutzucker?

Ja freilich:  der Zuckergehalt im Gewebe und der Zuckergehalt in den Adern, in den „Blutgefäßen“, die stehen miteinander in Verbindung, sie gleichen sich immer wieder einander an.

Bis jetzt: Zucker im Blut messen

Wenn Sie sich in den Finger stechen, dann sprudelt da ja Blut raus, und das kommt direkt aus kleinen Adern, kleinen Blutgefäßen, die Sie mit dem Stich verletzt haben. Also ok, es „sprudelt“ mal mehr, mal weniger…

Nun: Zucker im „Zwischenzell-Wasser“ messen

Wenn da einmal nichts “sprudelt“, sondern sich nur ein ganz kleines Tröpfchen mühsam rausquält aus Ihrem Finger, dann haben Sie sicher schon versucht, durch heftige Quetschen des Fingers den Tropfen größer zu machen und haben dabei vielleicht auch gesehen, dass irgendwie „neben“ dem Blutstropfen ein ganz klein wenig helle Flüssigkeit kommt, die ganz eindeutig kein Blut ist. Das ist das „Zwischen-Zell-Wasser“.

Ihnen ist dann auch eingefallen, dass Sie gelernt hatten, dass man nicht so fest quetschen soll – wenn Sie ein braver Diabetiker sind, haben Sie dann den Finger kurz abgewischt und in einen andern noch einmal gestochen. Denn wenn Sie einen Teil Gewebewasser mit-gemessen hätten, dann wäre der Zuckerwert „verfälscht“ gewesen, so haben Sie das in der Schulung gelernt

Also ist doch Gewebezucker ganz was anderes?

Ja und nein. Erstmal ist es natürlich dasselbe Glukose- („Zucker“)- Molekül, das Sie hier wie dort messen.

Unterschiede Blut – Zwischenzell-Wasser

Der Unterschied ist, dass sich der Zuckergehalt im Blut viel schneller ändert als der im Gewebe. Also können die Zucker-Konzentrationen im Blut und im Zwischenzell-Gewebe verschieden hoch sein:

Blutzucker ändert sich schneller

Der Blutzucker ändert sich recht schnell: immer wenn Sie etwas essen und dann Zucker vom Darm ins Blut aufgenommen wird. Immer wenn Zucker aus dem Blut mithilfe von Insulin in die Zellen hinein geschubst wird. Immer wenn die Leber Zucker-Vorräte abbaut und die ins Blut rinnen lässt…

Außerdem haben Sie ja nur ca. 5 Liter Blut. Der Zwischenzellraum ist viel größer.

Zucker im Zwischenzell-Wasser  ändert sich langsamer

Trotzdem gleichen sich der Zuckergehalt im Blut und der Zuckergehalt im Gewebe immer wieder perfekt aneinander an. Durch einen einfachen Ausgleich der Konzentrationen: die Wand der Adern der Blutgefäße ist ja nicht undurchlässig wie ein Gartenschlauch. Sondern die ist etwas Elastisches mit vielen kleinen Lücken, kleinen Poren. Da kann Wasser hindurch oder auch kleine Moleküle, wie die Zucker-Moleküle.

Wenn zum Beispiel im Blut gerade viel Zucker ist, im Gewebe und um die Blutgefäße aber wenig, dann rinnt schnell Zucker vom Blut ins Gewebe  – bis da gleich viel Zucker ist wie im Blut, bis die Konzentrationen ausgeglichen sind. Das dauert aber eine Weile. Man rechnet mit ca. 10 – 15 Minuten.

Ist der Gewebezucker-Wert immer um 15 Minuten langsamer?

WeckerDas stimmt nur, wenn Sie gerade Ruhe geben und nicht gerade heftig verdauen oder durch Sport  Zucker verbrauchen.

Zeitlicher Abstand Blut und Zwischenzell-Wasser= Das kommt drauf an…

Wenn sich Ihr Zuckerspiegel im Blut rasant ändert, kann es sein, dass der Zuckergehalt im Gewebe nicht so schnell mit kann, etwas länger braucht um sich anzugleichen. Zum Beispiel, wenn Sie sich bewegen, Ihre Muskeln Nachschub brauchen, die Leber brav Zucker ins Blut rinnen lässt und Insulin den Zucker vom Blut weg in die Muskelzellen schubst – dann dauert es ein wenig länger, bis sich der Zuckergehalt im Blut und in der Gewebsflüssigkeit angeglichen haben.

Mit einem Sensor messen Sie also einen ganz „anderen“ Zuckerspiegel als mit einem Blutzucker-Messgerät.

Wer hat nun Recht?

Welcher Zucker ist „besser“? Der Blutzucker oder der Gewebezucker?

Das ist eine Frage, die so eigentlich keinen Sinn macht Die beiden Werte sind einfach etwas anderes, wenn Sie so wollen: Äpfel und Birnen“…

Zucker-MEssgerätDer altgewohnte Blutzucker

Wir neigen nur dazu, den Blutzucker-Werten mehr zu vertrauen, einfach, weil wir sie durch viele Jahre hindurch gewohnt sind. Aber „besser“ sind sie nicht…

Beim FreeStyle Libre: das HbA1c stimmt!

Was sehr beruhigend ist: Wenn jemand den Libre volle 3 Monate lang trägt, dann errechnet sich die Software vom Libre den Langzeitwert, das HbA1c. Und fast immer stimmt der genau mit dem Labor-Wert überein! (Genau heisst das, er liegt nicht mehr als um ca. 0,2 % daneben, wenn also der Libre 7,0% errechnet, liegt der Laborwert sehr oft zwischen 6,8 und 7,2%, also ganz in der Nähe vom errechneten Libre-Wert).

Dem Libre vertrauen

Sie können also den Werten vom Libre ruhig vertrauen. Die zeitlichen Abweichungen fallen die meiste Zeit überhaupt nicht ins Gewicht. Weil es im Grund ja egal ist, ob Sie nun um 11 50 oder um Punkt 12 Uhr ihren Blutzucker messen.

Viel interessanter ist da schon, was der Libre sonst noch alles zu bieten hat:

Messen, so oft man will? Einfach mal nachschauen?

Bz WochentabelleDer allergrößte Vorteil ist sicher, dass Sie Ihren Zucker so oft kontrollieren können, wie Sie möchten. Wenn Sie möchten, alle paar Minuten.

Und glauben Sie mir, in der ersten Zeit mit dem FreeStyle Libre werden Sie genau das tun, so fasziniert werden Sie sein – zumindest nach einem „besonderen“ Essen, beim Sport, bei anstrengenden Arbeiten rund ums Haus… Es ist ungemein spannend, verfolgen zu können, wie sich die Zuckerwerte ändern. Wann nach einem bestimmten Essen der Zucker zu steigen beginnt, wie hoch er geht, wann er wieder abfällt…

Die Pfeile! Die Pfeile!

Das Allerbeste am Libre hab ich Ihnen noch gar nicht erzählt. Die Pfeile! Die Pfeile!

Was für Pfeile möchten Sie wissen? Nun, wenn Sie mit dem Libre Ihren Zucker messen, dann zeigt er Ihnen nicht nur eine Zahl. Neben der Zahl, die die Höhe des Blutzuckers anzeigt, erscheint ein dicker fetter Pfeil.
Die Richtung des Pfeils zeigt Ihnen an, wohin grad der Trend geht. Ob Ihr Zucker grad im Steigen ist, oder im Fallen, oder ob er gleich bleibt.

DAS ist es. Viele Diabetiker interessieren sich mit der Zeit mehr für die Pfeile als für die genauen Zahlen.

Wenn Sie Ihren Diabetes mit Insulin behandeln:

Sie werden sich eine Korrektur vielleicht noch einmal überlegen, wenn Sie auf dem Libre zwar einen hohen Blutzucker sehen, daneben aber einen Pfeil senkrecht nach unten, was ja heisst „Achtung, BZ fällt schnell!“.

Sie werden unbesorgter einkaufen gehen durch den Supermarkt, wenn Ihnen der Libre zwar einen recht tiefen Wert anzeigt – sagen wir um die 90 – der Pfeil aber waagrecht ist (“Zucker bleibt in etwa gleich in der nächsten Zeit“) oder wenn er leicht nach oben weist („Zucker steigt langsam an“).

Der FreeStyle Libre errechnet sich aus den Zuckerwerten der Zeit knapp vor Ihrer Messung, wohin „die Reise grad geht“. Und das ist vielleicht das Hilfreichste an der ganzen Libre-Geschichte.

Nothing is perfect…

Bei aller Begeisterung muss man noch erwähnen: perfekt ist auch der Libre nicht (noch nicht?). Es werden weitere, ähnliche Systeme kommen. Er ist der erste, und davon rührt ein Gutteil der Faszination.

Allerdings gibt es immer wieder einmal einen Sensor, der nicht genau genug misst. Einen Sensor, bei dem die Abweichungen der Zuckerwerte nicht mehr mit dem Unterschied „Blutzucker-Gewebezucker“ zu erklären sind.

Mit „blutigen“ Messungen hin und weider kontrollieren

Deshalb sollen Sie ja auch immer wieder blutig messen, zur Kontrolle. Besonders dann, wenn Ihnen ein Wert „spanisch“ vorkommt, wen Sie sich einen Verlauf so gar nicht erklären können.

Bedenken Sie aber beim Blutzucker-Messen, dass Sie den blutig gemessenen Wert erst nach ca. 10-15 Minuten mit dem Libre-Wert vergleichen können. Ein bisschen gesunden Menschenverstand muss man schon einsetzen, wenn man sich mit dem System vertraut macht.

Auch Blutzucker können falsch sein…

Andererseits gibt’s auch bei Blutzucker-Messgeräten manchmal verblüffende, offensichtlich falsche Werte, und auch da findet man manchmal einen Fehler, den man gemacht hat:  wenn Sie zum Beispiel Obst oder eine Süßigkeit in den Fingern hatten seit dem letzten Zuckertest und Sie messen dann Ihren Blutzucker, denken nicht daran  und sehen plötzlich einen sehr sehr hohen Wert, den Sie sich bei bestem Willen nicht erklären können.

Gewiefte Diabetiker marschieren dann ohne sich aufzuregen erstmal zur Wasserleitung, waschen sich die Hände, messen noch einmal und oft ist der Spuk dann vorbei. Sie haben also auch mit dem Blutzucker-Messgerät lernen müssen umzugehen.

Den Libre kontrollieren

Für den Libre hieße das: unerklärlicher Wert – Griff zum Teststreifen und „blutig“ nachmessen. Vielleicht nach 15- 20 Minutennoch einmal, eingedenk der Zeitverzögerung. Praktisch dafür: das Lesegerät für den Libre ist auch ein ganz normales Blutzucker-Messgerät, die Streifen dafür gibt’s auch bei Abbott.

Sich mit dem Libre anfreunden

Der FreeStyle Libre ist ein weiteres Hilfsmittel.
Man muss sich an ihn gewöhnen, sich mit seinen Eigenheiten vertraut machen, um gut mit ihm arbeiten zu können. So wie bei jedem Hilfsmittel. Auch bei einer Gleitsichtrille z.B. müssen Sie einige Zeit und Mühe investieren, bis Sie problemlos damit zurecht kommen, ohne nachdenken zu müssen…

Hm. Überzeugt. Fast. Aber wenn ich damit dann doch nicht zurecht komme?

Was wirklich praktisch ist: Sie bekommen von den meisten Krankenkassen zuerst ein „Erstversorger-Paket“ ( in Österreich).Da sind drin: 2 Sensoren für die ersten 4 Wochen, das Lesegerät, BZ Teststreifen und Lanzetten. So können Sie 4 Wochen lang, fast ein Monat, mit dem Libre arbeiten. In dieser Zeit sehen Sie, wie Sie mit ihm zurecht kommen. Ob Sie ihn heiß lieben oder hassen. Es gibt nur die 2 Möglichkeiten…

Nach diesem Monat ist es dann sicher ganz klar für Sie: Sie bleiben dabei, verwenden ab nun den Libre mit all seinen Vor- und Nachteilen. Oder Sie kehren zurück zu Ihrer alten Blutzucker-Mess-Methode und warten ab, was die Zukunft noch alles bringen wird…

Und was ist nun der Unterschied zu den „echten“ Sensoren, die viele Leute mit der Pumpe koppeln?

Nicht die Mess-Technik, die ist vergleichbar.

Aber: der Libre ist – sehr bewusst – als Mess-Gerät zugelassen, also als Ersatz für das Blutzucker-Messgerät. Wenn Sie Ihren Zuckerwert wissen möchten, müssen Sie „scannen“ – das Lesegerät nahe zum Sensor halten, dann zeigt es Ihnen den aktuellen Wert und den Verlauf der letzten 8 Stunden. „Von selbst“ macht der Libre gar ncihts. Will heissen: er meldet sich NCHT aktiv bei Ihnen, wenn der Zucker zu hoch oder zu tief ist.

Die „echten“ Sensoren sind technisch vielaufwändiger. Die schicken von sich aus, automatisch, den Zuckerwert an das Lesegerät oder an die Insulinpumpe. Und da kann man am Lesegerät oder an der Pumpe einstellen, ab welchem Wert man alarmiert werden möchte. Also beginnts zu piepsen oder zu summen oder zu vibrieren, wenn der Blutzucker zu hoch oder zu tief ist. Oder die Pumpe schaltet sogar die Insulin-Zufuhr ab, wenn ihr der Sensor signalisiert: „es geht zu tief runter“.

„Echte“ Sensoren können aktiv alarmieren. Das kann der Libre nicht.

Und das ist ein ganz wichtigger Unterschied. Andererseits müssen Sensoren meist zweimal täglich „kalibriert“ werden, das heisst, Sie messen einen BLutzucker-Wert wie gewohnt und geben den Wert am Sensor ein. Das ist beim Libre nicht nötig, da reichen gelegentliche Kontrolle-Messungen – er st eben ein ganz anderes System.

Genug getrunken? 

Ein letzter Tipp noch: die Libre-Werte werden schlechter, wenn Sie „ausgetrocknet“ sind! Also schön brav aufs Trinken achten! Also ein weiterer Grund, immer gut darauf zu achten, dass Sie ausreichend trinken!
Lassen Sie von sich hören… ich bin neugierig, wie es ausgeht, ob Sie eine Libre-Anwenderin werden oder nicht…

Und falls Sie Typ 2 Diabetes haben, noch Tabletten nehemn oder Ihren Diabetes mit Misch-Insulin behandeln: da kann es klug sein, sich den Libre einmal für 14 Tage zu leisten, dazu hat die Zuckertante hier etws geschrieben.

Einmal einen Sensor tragen: Libre-Aktion für Typ 2 Diabetiker / 2

So, die Libre-Aktion läuft, jetzt haben die ersten Diabetiker, die sich den 14-Tage-Sensor ausgeliehen, ihn am Oberarm getragen haben, die haben alle die Geräte wieder brav zurück gebracht. Die Ergebnisse sind – klingt ja kitschig, ist aber so – also die sind ÜBERWÄLTIGEND! ! !  Für die Leute selbst, und auch für mich:

Das sagen die ersten Typ 2 Libre-Träger:

Frau D., 42 Jahre:

„So spannend …  So intensiv hab ich mich noch nie mit meinem Zucker beschäftigt. Es ist ur faszinierend. Ich hab genau gesehen, bei welchem Essen er wann ansteigt. Und wie hoch. Und den Sensor, den hab ich gar nicht gespürt. Es hat alles super geklappt! Ich war so neugierig, überall hab ich gescannt und die Werte angeschaut, in der U-Bahn, da hatte eine Frau selbst auch den Sensor und hat gelacht und mir ihren gezeigt! „

Frau P, ca 60 Jahre:

„Hm. Die ganze Zeit, schon seit Monaten, haben mich meine hohen Nüchtern-Werte genervt. Ich wollt schon gar nicht mehr messen in der Früh. Aber mit dem Libbre ists irgendwie lustiger. Gleich als erstes beim Aufstehen hab ich geschaut – also wenn Sie’s genau wissen möchten, am WC. Und es ist ja nicht zu fassen – mein Zucker steigt rasant ab 4 in der Früh an. So wie Sie es eh vorhergesagt haben. Hm. Sie haben da doch was von Insulin am Abend gesagt……?“

Herr L, 55 Jahre:

„Immer wieder Werte unter 50 in der Nacht! Und das stundenlang! Das hätt ich mir nie gedacht. Deshalb war ich oft so müde… aber an den Nüchtern-Werten hat man keinen Unterschied gemerkt. In der 2. Woche hab ich es schon beim Aufwachen gewusst: wenn ich ganz dasig bin, dann war der Zucker wieder tief in der Nacht – es hat jedes Mal gestimmt. Ich spritze jetzt um 4 Einheiten abends weniger Insulin, ok?  Und jetzt bin ich sicher: wenn das auch noch zu viel ist, und wenn ich wieder Hypos in der Nacht bekomme, dann bemerke ich das jetzt ja am Morgen. Ich weiß jetzt, wie sich das anfühlt. DANKE!“

FreeStyle LIbre am ArmSo hatte ich mir das erhofft!

Den Libre Typ 2 Diabetikern mitgeben, für 14 Tage nur,  das war ein Versuch. Der bestens geklappt hat. So können auch Typ 2 Diabetiker von der Sensor-Technologie profitieren. Es hat allen neue Erkenntnisse gebracht. Und einen Motivations-Schub.

Wir machen weiter – nach Ostern sind die Geräte wieder bereit für Sie!

pfeil-untenWas meinen Sie? Interessant? Haben Sie eigene Erfahrungen mit dem Libre? Bitte erzählen Sie uns davon!

Barbara Stöckl trägt den Libre!

Ein Anruf von Abbott: am 21. März 2017 gibt’s „Stöckl live“ zum Thema „Zucker“. Und Barbara Stöckl wird den neuen Zucker-Sensor, den „Libre“, vorstellen und den Sensor selbst tragen! Ob ich ihn ihr setze?

Nein, tu ich nicht. Weil nämlich jeder und jede sich den selbst setzt!
Auch eine Gesunde, die nie wieder etwas damit zu tun haben wird. Mal schauen, ob sie sich traut… ist ja doch ganz fremd.

Hat sie? Weiterlesen…

Eine feine Hülle für den Libre: Libre-Cover von Hendrik

Libre in Schutzhuelle

Libre-Cover in 5 FarbenAm Dienstag in der Ordination der Zuckertante: eine Diabetikerin kommt mit ihrem Libre, und: oh! Wie nett der ausschaut! Der steckt in einem hellblauen Libre Cover, das sich richtig gut anfühlt und das ihn ein wenig kompakter, weniger „rutschig“ macht. „Woher haben Sie denn DAS?“ – „Von Amazon!“ Bei Amazon gesucht, gefunden – und auf der Homepage von Hendrik gelandet. Hendrik, der selbst Diabetiker ist und der das Cover entwickelt hat. Gibt’s in LIbre in der Hosentascheschwarz und in 6 hellen, fröhlichen Farben.
Hendrik von covermylibre

Also hab ich Hendrik angemailt und ihn gefragt, ob ich nicht ein paar haben könnte für den Shop der Zuckertante – aber leider: die liegen alle bei Amazon. Sie können sie hier bestellen oder, wenn Sei in Deutschland wohnen, versandkostenfrei direkt auf der Seite von Henrik.

Der Libre passt perfekt rein, wie ein Handy in ein Handy-Cover. Libre Cover mit Geldschein und StreiferlMan kann sogar zusätzlich hinter das Libre noch Kleinigkeiten reinstecken, einen kleinen Notizzettel oder einen Geldschein oder ein, zwei Mess-Streiferln.

Praktisch, bunt, hübsch – einfach gut.

Das hier gezeigt Cover wird bei amazon als „türkis“ bezeichnet- ich finde ja, es ist einfach hellblau, richtig himmelblau!

Hier bei Amazon ansehen und bestellen.

Und hier noch der Link zu einem schwarzen Neopren-Täschchen, in das der Libre reinpasst – laut Aussage eines Bewerters bei amazon.

Österreich: Krankenkassen bezahlen FreeStyle libre! / Update 5.11.2016

FrereStyle Libre
Update April 2018: ja, so war das. Erinnerungen an die erste Zeit mit dem Libre in Österreich.
Update 5.11.2016: Langsam spielt es sich ein… Abbott hat zu wenig Schulungs-Termine, bemüht sich aber sehr. Einige Diabetiker, die die Zuckertante gar nicht gekannt hat davor, haben bei uns in der Ordination  Libre + die kurze Einzel-Einschulung bekommen – gratis, was macht man nicht alles für die neue Technik…
Update 11.10.2016: FIX: Gebietskrankenksse Wien: man bekommt 26 Sensoren pro Jahr, immer abwechselnd jedes Quartal einmal  6  und einmal 7!

Jetzt ist es soweit:

Freestyle LibreWenn Sie eine Insulinpumpe haben, FIT– oder Basis-Bolus- Therapie machen, also:
-> wenn Sie kurz wirksames Insulin je nach BE zu jedem Essen spritzen und langwirksames Insulin einmal oder zweimal täglich als Basis:
-> wenn Sie dazu noch 6 x täglich oder öfter Ihren Blutzucker messen: Sie bekommen von Ihrer Krankenkasse das Freestyle Libre System bewilligt!

Wenn Sie eine anderer Art der Behandlung haben, können Sie den Libre weiterhin nur privat kaufen,  Informationen hier.

Und so kommen Sie zu Ihrem Libre von der Krankenkasse:

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